• Beitrags-Kategorie:A

Wir sind nach wie vor auf der Suche nach Ihnen! Für die Evaluation im Projekt TriN sind wir auf der Suche nach Ratsuchenden, die sich zu einem Interview bereit erklären würden! Lesen Sie > hier mehr zum Thema Interviews mit Ratsuchenden.


Ein EX-IN Trainer war bei TriN im Interview. Lesen Sie > hier nach, wie Elias Nolde Trainer geworden ist, was die Arbeit als Trainer generell ausmacht und wie Corona seine Arbeit verändert!


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> Weiterführende Informationen

  • Beitrags-Kategorie:C

Die Corona-Pandemie und insbesondere die weltweit durchgesetzten Lockdowns stellen unser aller Leben gehörig auf den Kopf. Auch wenn es mittlerweile zu etlichen Lockerungen kam, sind weder die weitere Entwicklung noch die Folgen absehbar (Stand: Juni 2020).

Genau an dieser Stelle greift die persönliche > Mailberatung – denn sie bleibt während eines Lockdowns und darüber hinaus erreichbar! Ein öffentlicher Austausch ist außerdem im > Forum möglich. Bei tiefgreifenden Krisen verweisen wir auf die > Telefonseelsorge.

In einem > Interview erzählte uns Elias Nolde, tätig für den > Soziale Inklusion e.V. in Wetzlar, wie er EX-IN Trainer geworden ist, was die Arbeit als Trainer ausmacht und wie > Corona seine Arbeit verändert.

  • Beitrags-Kategorie:P

Peer Support bezeichnet unspezifisch qualifizierte oder unqualifizierte Unterstützungsleistungen von Betroffenen für Betroffene. Der Peer Support kann im konkreten Fall unterschiedlich ausgeprägt sein, z.B. als Beratung, Begleitung oder Assistenz.

  • Beitrags-Kategorie:P

Mit Peer Counseling wird eine beratende Tätigkeit durch Peers beschrieben. Das „Peer Counseling“ ist im Bundesteilhabegesetz (BTHG) besonders herausgestellt, insbesondere um die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung näher zu definieren. Es ist damit quasi als Terminus Technicus etabliert. Das Peer Counseling im Sinne des BTHG ist in der Regel klientenzentriert ausgerichtet (nach Carl Rogers). Seit vielen Jahren engagieren sich Menschen – vorzugsweise mit Körperbehinderung – für ein offiziell anerkanntes Berufsbild des „Peer Counselors“. Seit 1994 gibt es dazu eine maßgeschneiderte Schulung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos). Wesentliche Grundannahmen stimmen dort mit den EX-IN Grundsätzen überein: Jeder Mensch weiß, was hilfreich für ihn ist und kann autonome Entscheidungen treffen.

Peer-Beratung

Dieser Begriff kann als Synonym zum Peer-Counseling verwendet werden. Beide Begriffe sind nicht „geschützt“. Allerdings wirft dies Fragen auf, allen voran: Hat der/die Peer Berater/in eine Formalqualifkation, die ihn/sie für eine – wie auch immer geartete Beratung – besonders auszeichnet? EX-IN Kursteilnehmenden bekommen – anders als die Peer Counselors der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung – zum Beispiel keine Gesprächsführungstechniken vermittelt.

  • Beitrags-Kategorie:K

Die lern-methodische Besonderheit eines EX-IN Kurses lautet verkürzt: Vom Ich- zum Wir-Wissen (> Ich-Wissen; > Erfahrungswissen). Damit wird ein Prozess beschrieben, der vom individuellen zum kollektiven > Erfahrungswissen führt. Die Differenzierung von drei Reflexionsebenen ist dabei entscheidend: Ich, Du, Wir.

Auf der vorangestellten Ich-Ebene werden regelmäßig Selbstreflexionsschleifen eingebaut, bei denen Kursteilnehmende ihr eigenes Erleben mit theoretischen Impulsen verbinden. Im Nachspüren lernen sie eine eigene Sprache für schwer zu fassende Phänomene zu finden.

Im nächsten Schritt stellen die Teilnehmenden regelmäßig weiterführende Kontextbezüge her. Auf diese Weise lassen sich die individuell mitunter sehr unterschiedlichen Krisendynamiken und Krisenbewältigungsstrategien gut abbilden.

Dazu ein Übungsbeispiel zur ressourcenorientierten Selbstreflexion mit verschiedenen Anknüpfungspunkten auf der Zeitachse:

1. Worauf habe ich VOR der Krise vertraut?

2. Was kam WÄHREND der Krise unverhofft hinzu, auf das ich vertrauen konnte?

3. Worauf vertraue ich NACH der Krise mehr als vor der Krise?

Auf der Du-Ebene geht es darum, sich einem Gegenüber zu öffnen und im Dialog auszuloten, wo gemeinsam Erlebtes und Verstandenes geteilt werden, oder auch nicht geteilt werden können. Beides darf sein.

Auf der Wir-Ebene sammeln und strukturieren die Kursteilnehmenden das zu Tage geförderte kollektive Erfahrungswissen. Überwiegend geschieht dies in Kleingruppenarbeiten und Präsentationsrunden.

Die EX-IN Methode zielt auf Diversität und Pluralismus getreu dem Motto: Let‘ s agree to differ.

Nicht alles gemeinsam Verstandene wurde oder wird von allen Kursteilnehmenden gleich erlebt; nicht alles gemeinsam Erlebte wurde oder wird von allen gleich interpretiert. Die Kursteilnehmenden geraten im Verlauf dieser emotionalen und emotionalisierenden Lehr- und Lernform nicht selten in inter- und intrapersonale Erregungs- und Spannungszustände. Überwiegend wird dies positiv erlebt, weil damit eine Horizonterweiterung und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel einhergehen. Die gruppendynamische Fokussierung auf ein übergeordnetes gesellschaftliches Ziel, nämlich > Inklusion, funktioniert schließlich als Motor für markante Transformationsprozesse im Sinne von Bewusstseinsbildung.

  • Beitrags-Kategorie:I

Vor dem Hintergrund des EX-IN Konzeptes bedeutet Inklusion die Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung auf zwei verschiedenen Ebenen:

Einerseits ebnet der intensive Reflexionsprozess mit gruppentherapeutischer Wirkung den Weg zur Sozialen Teilhabe. Dazu verhilft insbesondere ein kritisches Bewusstsein für selbst- und fremdstigmatisierende Einflussfaktoren in unserer Gesellschaft.

Andererseits öffnet darüber hinaus das Angebot einer neuen beruflichen Identität, bei dem die psychiatrische Diagnose vom Stigma zum bedeutsamen Alleinstellungsmerkmal umetikettiert wird, neue Chancen zur beruflichen Teilhabe.

  • Beitrags-Kategorie:R

Recovery ist nach William Anthony:

„… ein zutiefst persönlicher, einzigartiger Veränderungsprozess der eigenen Überzeugungen, Werte, Gefühle, Ziele, Fertigkeiten und Rollen. So eröffnen sich Möglichkeiten, um ein befriedigendes, hoffnungsvolles und aktives Leben zu führen, und zwar auch mit den von der Erkrankung verursachten Einschränkungen. Während man über die katastrophalen Auswirkungen der psychischen Erkrankung hinauswächst, gewinnt das Leben eine neue Bedeutung, kann man einen neuen Sinn entwickeln.“

(Quelle: Anthony 1993, S.13 zit.n.: Amering, Schmolke (2012): Recovery. Das Ende der Unheilbarkeit, Psychiatrie Verlag Köln, 5. Aufl.)

Weiterführende Informationen:

> Leitfaden für Psychiatrische Fachpersonen

> Recovery-Konzept

  • Beitrags-Kategorie:S

Salutogenese bedeutet die Entstehung (lat. genese) von Gesundheit/Wohlbefinden (lat. salus). Leitfrage des Modells der Salutogenese des Medizinsoziologen Aaron Antonovsky ist, wie Menschen ihre Gesundheit trotz belastender Umstände aufrechterhalten können. Gesundheit und Krankheit werden in Antonovskys Konzept nicht als gegenüberstehende, abgrenzbare Gegensätze gesehen, bei denen das eine das andere ausschließt. Vielmehr werden Gesundheit und Krankheit als Endpole eines Kontinuums gesehen. Ihre Ausprägungen sind sowohl von objektiven Aspekten bestimmt (z. B. Schmerz, Beeinträchtigung körperlicher Funktionen etc.) als auch von der subjektiven Wahrnehmung des Individuums (z. B. Schmerzerleben, Gefühl des Wohlbefindens etc.).
Ein Leben ohne Stress ist nicht möglich. Antonovsky nimmt an, dass es Kräfte gibt, die es ermöglichen mit Stress und Belastungen umgehen zu können – Kräfte also, die die individuelle Gesundheit fördern. Diese Kräfte können interne Ressourcen eines Menschen sein (z. B. körperliche Konstitution, die Fähigkeit, eigene Bedürfnisse und Anforderungen wahrzunehmen, Ich-Stärke, Empfinden von Entspannung etc.) oder externe Ressourcen (z. B materielle Ressourcen, soziale Unterstützung, beruflicher Status oder die soziale Integration). Stressoren müssen nicht notwendigerweise krank machen. Möglich ist auch, dass sie als Herausforderungen angenommen werden und mit Hilfe der verfügbaren Ressourcen der persönlichen Weiterentwicklung dienen mit positiven Auswirkungen für das gesundheitliche Wohlbefinden.
Eine weitere Ressource stellt das sogenannte Kohärenzgefühl (Gefühl der Zusammengehörigkeit bzw. das Gefühl, Stimmigkeit im Leben herstellen zu können). Das Kohärenzgefühl als allgemeine Orientierung drückt das Gefühl des Vertrauens darauf aus, dass Herausforderungen des Lebens eingeordnet und bewältigt werden können und die grundlegende Haltung, die Welt als zusammenhängend und sinnvoll zu erleben. Menschen mit einem starken Kohärenzgefühl sind in der Lage, mit Hilfe zur Situation passender spezifischer Ressourcen, die eigenen Bewältigungsstile an die gegenwärtigen Umstände anzupassen.

Das Kohärenzgefühl beschreibt Antonovsky näher durch drei Komponenten:

  • Verstehbarkeit: Ein Mensch schätzt seine Umwelt und auch künftig eintretende Ereignisse als verstehbar ein und hält sie für geordnet, strukturiert, konsistent und erklärbar. 
  • Handhabbarkeit/Bewältigbarkeit: Herausforderungen können mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen bewältigt werden. Diese Ressourcen können einem Individuum selbst zur Verfügung stehen oder durch die soziale Umwelt geleistet werden.
  • Erleben von Sinnhaftigkeit/Bedeutsamkeit: Menschen mit einem starken Kohärenzgefühl können Lebensbereiche angeben, die ihnen wichtig sind. Sie werden als bedeutsam und sinnvoll erlebt.

EX-IN ist die englische Abkürzung für Experienced Involvement – Experte aus Erfahrung. Dahinter steckt die Idee, dass Psychiatrie-Erfahrene zu bezahlten Fachkräften im psychiatrischen System als Genesungsbegleiter*innen ausgebildet werden.

Die beruflichen Einsatzmöglichkeiten von Genesungsbegleiter*innen sind vielfältig, z. B. arbeiten sie in stationären, teilstationären und ambulanten Tätigkeitsfeldern.

Zertifizierte EX-IN Fachkräfte wirken außerdem im Bereich der Aus- und Weiterbildung, u. a. um psychiatrischen Fachkräften, empowerment– und recoveryfördernde und > trialogische Sichtweisen zu vermitteln, die den ganzen Menschen erfassen.

Weiterführende Informationen finden Sie > hier.